Kunst kommt von KERSTEN

Galerie Kersten

Aktuelle Ausstellung

Die Arbeiten von Norbert Klaus faszinieren. Zu exakten geometrischen Formen geschnitten erscheinen sie als Kugeln, Ellipsoide oder Quader und erinnern auf den ersten Blick an französische Barockgärten, in denen die Natur aufs Akkurateste gebändigt wurde.

Beim Anblick der Skulpturen drängen sich Schlagworte auf, die Gegensätze ausdrücken: Ordnung und Chaos, Rauheit und Glätte, Natur und Technik – all das subsumiert unter dem Oberbegriff der Reinen Ästhetik. Die Objekte bestechen durch ihre Eleganz und erstaunen durch das verwendete Material, das für einen Künstler alles andere als üblich ist – Reisig. Norbert Klaus lebt auf der Schwäbischen Alb und findet dort das Reisigholz, das in seinem Atelier lagert und zunächst lange trocknen muss, bis es verarbeitet werden kann. Der künstlerische Entstehungsprozess erfordert von Klaus viel Konzentration, Präzision, Kraft und Geduld. Belohnt wird er jedoch mit Skulpturen, denen eine unwiderstehliche Spannung innewohnt: Die Widerborstigkeit des Materials ist in klare Geometrie gebannt, und der Tumult der Äste, der im Inneren der Form tobt, wird durch die äußerliche Strenge limitiert.

 

Katalog zur Ausstellung

Pressebericht im Münchner Merkur

Reisig verarbeitet er aber nicht nur zu Skulpturen im Raum, sondern gestaltet daraus auch Reliefs an der Wand.
Für seine Prägungen ordnet Norbert Klaus das Reisig in der gewünschten Form an, legt eine dünne Folie darüber und dann das feuchte, baumwollhaltige und besonders dickwandige Papier. Schließlich wird alles mit großem Druck gepresst. Da die Vorlage beim Entfernen des geprägten Papiers „verloren“ geht, sind die Drucke von Norbert Klaus bis auf wenige Ausnahmen Unikate. Die Assoziation mit Ueckers berühmten Nagelprägungen liegt nah, doch liegt der Unterschied natürlich im Material: An die Stelle der industriell gefertigten Nägel Ueckers tritt Klaus´ Naturprodukt Reisig und vermittelt im geprägten Relief den Anflug von zarter Poesie – nicht minder ästhetisch als seine Skulpturen.

In der Münchner Ausstellung werden sowohl Objekte als auch Papierreliefs von Norbert Klaus zu sehen sein und eine eigene Atmosphäre im Raum erzeugen, ganz nach Alexander von Humboldts Weisung: „Die Natur muss gefühlt werden.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Juli 2019 zu sehen.

Dauer und Öffnungszeiten der Ausstellung
27. Juni bis 27. Juli 2019
Di.–Fr. 11.00–18.00 Uhr
Samstag 11.00–16.00 Uhr
und nach Vereinbarung

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